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Zyklusstörungen wie PCO-Syndrom

Der weibliche Zyklus wird von zwei Hormonen reguliert, dem Östrogen sowie dem Progesteron, die beide in den Eierstöcken produziert werden. Östrogen sorgt in der ersten Zyklushälfte für den Schleimhautaufbau, sorgt so für die Fruchtbarkeit, ist aber auch für ein straffes, gut durchblutetes Bindegewebe zuständig, zur Abwehrlage vor Keimen und Bakterien in der Scheide notwendig und sorgt für eine gesunde Blasenfunktion.

Progesteron erhält in der der zweiten Zyklushälfte die Schleimhaut in der Gebärmutter und hilft bei der Einnistung des befruchteten Eis. Es schützt vor Zysten und Gewebeveränderungen in der Brust, hilft Fett in Energie umzuwandeln, fördert die Wasserausscheidung im Gewebe, strafft das Bindegewebe und beugt Venenbeschwerden vor.

Progesteron ist zudem das stärkste, natürliche Antidepressivum und verbessert die Verwertung der Schilddrüsenhormone und führt dadurch zu einem besseren Stoffwechsel.

Zudem verhindert das Progesteron die Bildung von Thrombosen, Embolien und Infarkte, weil es die Blutgerinnung normalisiert.
Weiter sind Wirkungen auf eine gesunde Nervenfunktion, die Regeneration von Hirngewebe, die Normalisierung des Blutzuckerspiegels und im Fettstoffwechsel sowie der Blasenfunktion bekannt.

Also ein wahres „Wundermittel“ –unsere Hormone!!

Im Zusammenhang mit Nahrungs –und Umweltgiften, denen die Frauen der Industriegesellschaften heute bereits in der zweiten Generation ausgesetzt sind, kann dieses Gleichgewicht von Östrogen und Progesteron ab ca. 35 Jahren (mit den ersten Ermüdungserscheinungen des Organismus) gestört sein. Es wird relativ gesehen zuwenig Progesteron ausgeschüttet, die Gebärmutterschleimhaut wird unter dem ungebremsten Östrogeneinfluss hoch aufgebaut und ist ohne hinreichende Stabilität.

Zusätzlich entstehen parallel die typischen prämenstruellen Beschwerden wie Brustspannen, Wassereinlagerungen, Depressionen und Gereiztheit oder eine sehr schmerzhafte Menstruation (Dysmenorrhoe). In der Zeit ab Mitte 30 entwickeln Frauen Myome oder Eierstockzysten, die biologische Fruchtbarkeit nimmt ab. Diese Beschwerden haben noch nichts mit den Wechseljahren zu tun, sie werden als „PMS-Syndrom“ für prämenstruelles Syndrom bezeichnet.

Cysten: Im Eierstock befindliche, flüssigkeitsgefüllte oder solide, ein –oder mehrkammerige blasen- oder sackartige Gebilde, die meist bindegewebig abgekapselt sind.

Polycystische Ovarien: Multiple Cysten, die als perlenkettenartig aufgereihte Follikel im Eierstock zu finden sind. Die Eierstöcke sind dadurch um das 1,5 bis 5-fache vergrössert. Die Zysten produzieren Hormone und je mehr Zysten vorhanden sind, umso wahrscheinlicher wird es, dass die aus der krankhaften Hormonproduktion resultierenden typischen Probleme auftauchen.

Die Ursache wird in einer Insulinresistenz vermutet, die wiederum mit Übergewicht oder erblich bedingter Veranlagung zu tun hat. Aufgrund der Insulinresistenz sprechen die Körperzellen nicht auf das körpereigene Insulin an und damit kommt es zu einem Insulinüberschuss. Dieser verursacht, dass zuviele Androgene, das sind die männlichen Hormone, gebildet werden und diese führen dann zu den Störungen an der Eierstockfunktion.

Ganzheitliche Therapiemöglichkeiten:

Hormonelle Ungleichgewichte mit Zyklusstörungen können naturheilkundlich auf verschiedenen Ebenen behandelt werden. Um den Eisprung anzuregen, aber auch die Stoffwechsellage wieder ins Gleichgewicht zu bringen, stehen in der Naturheilkunde vielfältige Pflanzen zur Verfügung. Neben Progesteron ähnlichen Pflanzen in der zweiten Zyklushälfte, gibt es auch Östrogen –und Beckendurchblutungsanregende Massnahmen. Die Zellen können mittels gezielter, individueller Substitution von Spurenelementen und Mineralien wieder insulinempfindlicher gemacht werden.

Allem voran steht bei Übergewicht auch eine Gewichtsreduktion mittels einer Ernährungsberatung  im Vordergrund. Mit der Arbeit an den Reflexzonen der betroffenen Organe kann ich auch mit der therapeutischen Frauenmassage (TFM), Schröpfen und der Fussreflexzonen-Therapie die körperliche Balance wieder unterstützend herstellen. Über die Ohrakupunktur können wir ebenfalls den weiblichen Rhythmus wieder in seine natürlichen Bahnen lenken.

An einer Optimierung des Stoffwechsels in Form von Entgiftung und Entsäuerung führt kein Weg vorbei. Übersäuerung wirkt sich auf eine Erhöhung des Blutzuckers aus und damit wiederum auf die Insulinresistenz. Zudem werden alle Körpergewebe und Organe in Mitleidenschaft gezogen, was indirekt auch Auswirkungen hat auf unseren Hormonhaushalt, Immunsystem und das Funktionieren der weiblichen Geschlechtsorgane, die sehr empfindlich auf eine toxische Belastung, insbesondere mit Schwermetallen, reagieren können.

Pro Sekunde laufen ca. 100‘000 chemische Vorgänge in der Zelle ab, v.a. in den Mitrochondrien, den Motoren in unseren Zellen. Jede Zelle verfügt über 1500 – 2000 Mitrochondrien, die zusammen in unseren 70 – 100 Billionen von Zellen über 70 Kg ATP (unser Kraftstoff) produzieren. Unsere Eizellen besitzen aber 100‘000 – 400‘000 Mitrochondrien, was bedeutet, dass eine Belastung mit Umweltgiften und Schwermetallen noch eine viel grössere Schädigung oder Einschränkung in ihrer Funktion bewirken können.

Die Leber übernimmt am Meisten der Entgiftungsfunktion (neben Lunge, Nieren, Darm und Haut). In der Leber werden auch alle Hormone "recyliert" und wieder neu gebildet. Deshalb fällt auch der Leber eine sehr wichtige Aufgabe in einem normalen Hormonzyklus zu.

Eine chronische Säurebelastung entsteht dann, wenn über einen langen Zeitraum saure Stoffwechselabfälle anfallen, die nicht neutralisiert werden können (zuwenig Basen) und über die Kompensationsmechanismen nicht ausgeschieden werden können. Die sauren Bestandteile werden im Bindegewebe zwischengelagert und deponiert, bis der Körper wieder genügend Kapazität hat, diese mittels Basen zu neutralisieren und auszuscheiden.

Zudem belastet der oxidative Stress den Säure-Basen-Haushalt zusätzlich. Im oxidativen Stress werden über erhöhte Bildung von Ammoniak und freien Radikalen (hochreaktive, toxische Sauerstoffpartikel) zellzerstörende Veränderungen eingeleitet: Das heisst, körpereigene Eiweisse, Botenstoffe (Hormone), Enzyme, lebenswichtige Bestandteile der Zellmembran, wichtige Bindestellen (Rezeptoren) und sogar „Betriebs –und Bauvorschriften“ für die Erbsubstanz (DNA) im Zellkern werden angegriffen und strukturell verändert.

Angestrebt wird zuerst eine gründliche Entgiftung mittels Anregung der Ausscheidungsorgane über Pflanzentinkturen, Säften, Wickel, Massagen und Ernährungsanpassung. Danach folgt ein Darmaufbau und eine individuelle HCK- Mikronährstoff Mischung für eine sinnvolle Nahrungsergänzung, damit der Körper weiterhin in seiner Entgiftungsfunktion unterstützt wird.

Aber auch ihre seelische Komponente  wird in meiner Therapie miteinbezogen. Mittels Imaginationsübungen, Körpermeditationen und Entspannungsübungen suchen wir gemeinsam nach ihren Seelenkräften, damit Sie sich wieder ganz auf ihren natürlichen urprinzipiellen weiblichen Zyklus verlassen können!

Quellenangaben: Dr.med. Heide Fischer, „Körperweisheit“, Dr.med. Susanne Römer, Weiterbildung Frauensache, Weiterbildung Regulationsstörungen des Säure-Basen-Haushaltes, Dr.Simon Feldhaus, Paramed