News‎ > ‎

Fortbildung zur professionellen Betreuung im Wochenbett

veröffentlicht um 24.05.2015, 04:49 von Priska Wiederkehr   [ aktualisiert: 24.05.2015, 04:50 ]
Am 8./9. Mai 2015 habe ich in Bern bei Marie-Christine Gassmann beim schweizerischen Hebammenverband eine sehr lehrreiche Weiterbildung besucht mit dem Thema: Professionelle Betreuung in der sensiblen Phase Wochenbett. Ich konnte viel vom grossen Erfahrungsschatz der Dozentin profitieren, v.a. im Bereich der Körpertherapie, der Auseinandersetzung mit den verschiedenen sensiblen Prozessen in denen sich die neue Familie befindet sowie der Erkenntnis, dass sich die Frau auch körperlich wieder "neu" zusammenfügen muss und für diesen Schritt selber viel Pflege, Schutz und einen sicheren Rahmen benötigt.

Inhalt:  Das Wochenbett im Kontinuum von Schwangerschaft, Geburt und Nachgeburtszeit
            Konzepte und  Schlüssel zum Verständnis der physiologischen und psychologischen Prozesse und Zusammenhänge in der Nachgeburtszeit
            Orientierung: im Körper / in  der eigenen Identität / in der Beziehung mit dem Kind / im System / im  Prozess / in der Zeit / in der Partnerschaft...
            Die Frau / Mutter: Heilungsprozesse, Rückbildung, Stillen, Identitätsfindung
            Das Kind: Kompetenzen, Kommunikation, Umgang, Pflege
            Der Mann / Vater, Geschwister, Umfeld, Systemische Aspekte

Eine professionelle Betreuung in der sensiblen Phase Wochenbett soll umfassend und nachhaltig sein. Wo das Kontinuum (Prozesse in Schwangerschaft und unter der Geburt) unterbrochen wurde, kann ich Ihnen helfen, wieder den Faden zu knüpfen. Wo die Bindung und das Stillen erschwert sind, kann ich ihnen dabei Unterstützung geben, ihre Selbstanbindung wieder zu finden (über den Körper und systemische Bezüge) damit Sie eine tiefe Bindung zu ihrem Kind aufbauen können. Wo ihr Kohärenzgefühl (Verstehbarkeit für die Prozesse die im Wochenbett anfallen, Ressourcen zu finden um den Anforderungen zu begegnen, Gefühl zu bekommen, dass sich ihre Anstrengung und Engagement lohnen, einen Sinn haben) geschwächt wurde, können wir es zusammen wieder stärken.

Es braucht in der Wochenbettzeit viel Orientierung, Orientierung im eigenen Körper, in der eigenen Identität als Frau und Mutter, in den Beziehungen, im System, in der Zeit. Ihr Kind benötigt Nahrung, Halt, Schutz und Zuwendung, das gleiche brauchen aber auch Sie als seine Mutter und ebenso die ganze neue Familie.
Ist am Anfang ein Rahmen von Schutz und Begleitung gegeben, sind für Mutter, Kind und Familie die Voraussetzungen gut, um den kommenden Herausforderungen zu begegnen.

Ich freue mich sehr, alles Gelernte in einem neuen Blickwinkel noch vertiefter und professioneller in meiner Wochenbettbetreuung anbieten zu können und Sie und ihre Familie so sensibel diese Phase ist, so feinfühlig zu begleiten!
Comments